![]() |
||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
||||||
![]() |
Nicht immer, aber ab und zu Lust auf ein richtiges Bier: Ein Dorfgassbier. Wir sitzen an der Quelle. Rund 4 km von Langenbruck entfernt, befindet sich auf einer idyllischen Anhöhe die Quelle des Bilsteins, aus welcher das Brauwasser für das Dorfgassbier gewonnen wird. Am Brautag früh morgens, fährt ein Brauereimitarbeiter mit dem Zisternenwagen gemach im Schritttempo durch den romantischen Waldweg zur Quelle hinauf, um einen grossen Vorrat dieses überaus edlen Quellwassers zu tanken, worauf das Quellwasser in die Brauerei transportiert wird, wo es ein paar wenige Nächte kühl ruht, bevor es seinen langen und recht abenteuerlichen Weg antritt, an dessen Ende es zu einem Bier geworden ist, das seinesgleichen sucht.
So oder ähnlich muss es geklungen haben, als an einem der heissesten Sommerabende im August 2009 ein paar Bierfreunde zusammen sassen, und sich - nach ein paar Gläsern - und mit einem Schäumchen vor dem Mund - fragten, ob man Bier nicht auch selber machen könnte, und wenn ja, dann hoffentlich auch noch ein bisschen besser. Und weil der Anfang einer guten Tat immer eine gute Idee ist, wurde kurzerhand der Beschluss gefasst, sich mit Fleiss, Ernsthaftigkeit und Seriosität in die Bierbraukunde und Bierbraukunst einzuarbeiten, das ganze Drum und Dran gewissenhaft zu studieren und die erworbenen Kenntnisse Schritt für Schritt weiter zu verfeinern. Damit war der Anfang gemacht, um aus einer Bier-Idee ein gutes Bier werden zu lassen.
Bierbrauer wird man, indem man Bier braut. Das Team setzt sich zusammen aus Daniel Meyer, seines Zeichens nun Braumeister und verantwortlich für Degustation, Geri Sebald, ein gebürtiger Bayuware aus dem Frankenland mit charmantem Münchner Dialekt und feinen, auf Bier sensibilisierten Geschmacksnerven, ebenfalls Braumeister und Degustation, Franco Gizzo, zuständig für Logistik und Degustation, und einer Profi-Gastronomin, Heidi Liechti, die bestens weiss, wie man anzapft, den Bierhahn bedient, gekonnt ausschenkt und der Schaumkrone die Krone aufsetzt. Sie ist ebenfalls Braumeisterin und für Degustation zuständig. Alle im Dream-Team sind mittlerweile echte Profis für all die Aufgaben, die beim Brauprozess anfallen, welcher jeweils sechs bis sieben Stunden dauert. Zum Schluss wird das frische Gebräu in grosse Gär-Fässer abgefüllt, die Bierhefe dazugegeben und so lange gelagert bis der Gärprozess abgeschlossen ist. Nach vier bis fünf Wochen Lagerung in der Flasche kann das Bier gekauft bzw. genossen werden. Beim Dorfgassbier spielt Degustation tatsächlich eine wichtige Rolle. Das Bier muss während seiner Gärung im Fass und seiner Reifungs-Phase in der Flasche ständig überwacht und begutachtet werden. Du, lieber Leser, solltest einmal dabei sein, wenn die Braumeister vom Dorfgassbier eine Charge aus ihrer Produktion begutachten oder abfüllen. Hier ein paar Zitate, die der Schreibende bei einer Degustation bzw. bei einer Qualitätsbeurteilung aufgeschnappt hat. »Oh, diese Farbe, schau mal!«, »Super, dieser Geschmack, absolut zum Trinken!«, »Hier schau mal, wie die Schaumkrone stabil ist und lange stehen bleibt!«, »Einfach ausgezeichnet, dieses Bier stimmt!«
Bei jedem Brauvorgang wird minutiös ein Brauprotokoll geführt. Darin wird aufs Gramm genau vermerkt, wie viel mit der Goldwaage abgewogenes Münchner-Malz oder Wiener-Malz verwendet wird. Oder wie lange - mit der Stopp-Uhr gemessen - der Bitterhopfen und wie kurz der Aromahopfen geköchelt wird. In der Pipeline bei den Dorfgass-Braumeistern, die von der spontanen Akzeptanz ihrer Biere überrascht wurden, befinden sich bereits Pläne für eine Sortimentserweiterung. Sie denken, getreu dem altehrwürdigen Reinheitsgebot, gelegentlich zwei bis drei weitere Biersorten ins Brausortiment aufzunehmen, wo durch dann gesamthaft fünf bis sechs verschiedene Dorfgassbiere erhältlich sein werden. Und wenn wir schon vor Optimismus überschäumen: Geplant sind auch Biere mit saisonalem Bezug. Ein Weihnachts-Bier, ein Oster-Bier und im Jahr 2014 ganz sicher ein Fussball-WM-Bier.
Gebraut wird das Dorfgassbier in Langenbruck in der Oskar-Bider-Baracke, dort, wo auch die historischen Flugzeuge zwar nicht gebraut, aber originalgetreu nachgebaut werden. Die ehemalige Militärküche wurde den Dorfgässlern von der Gemeinde Langenbruck zur Verfügung gestellt, und es sei an dieser Stelle dem gesamten Gemeinderat Langenbruck herzhaft dafür gedankt. Die ehemalige Militärküche - jetzt eben das Sudhaus vom Dorfgassbier - verfügt über die ideale Infrastruktur, um einen stilechten, rationellen und hygienisch einwandfreien Brauereibetrieb sicher zu stellen.
Am Schluss des ganzen Brauprozesses stehen nicht nur die fein säuberlich abgefüllten und mit Kronkorken fachmännisch verschlossenen 50cl-Flasche in ihren abholbereiten Harassen, es fällt auch die ausgelaugte Maische an, die einer sinnvollen Weiterverwertung zugeführt wird. Geliefert wird die Maische an den Agronomen Hansruedi Roth vom Bauerngut »Obere Wanne«, welcher die Maische an seine Schafe verfüttert. Diese scheinen das Futter, nebst frischem Wiesengras, ausgesprochen gern zu haben und zeigen es durch ihren gesunden Appetit und ihr kuscheliges, wollenes Wohlbefinden.
Es kam der Tag, an dem das Dorfgassbier offiziell getauft werden musste. Die Dorfgässler hatten sich dafür den Langenbrucker-Banntag, den 13. Mai 2010 ausgesucht, wo auf dem Helfenberg, dem Zielort der Banntägler, eine grosse Festwirtschaft aufgebaut worden war. Es wollte es eine glückliche Fügung, dass dem zahlreich erschienenen Publikum gleichzeitig auch ein nagelneues Postauto vorgestellt wurde. Und so wurde mit dem Banntag-Bier, das eigens für diesen Anlass gebraut worden war, nicht nur das Dorfgassbier eingeweiht, sondern es wurde mit einem spritzigen Festakt auch gleich das neue Postauto (Autokennzeichen BL 101 492) mit eben diesem Bier »getauft«. Zum ersten Mal enthüllt wurde hier auch die überaus gelungene Dorfgassbier-Etikette, gestaltet von der Grafikerin Franziska Roethenmund (Basel) und dem bekannten Cartoonisten Edi Barth (Allschwil). Nicht »O'zapft is«, sondern mit einem Plopp entkorkt.
In der Gross-Harasse à 20 Flaschen für den Liebhaber. Das vollmundige Dorfgassbier gibt es in 6 Sorten: Dorfgassbier Pilsner 0,5l 4,8 %Vol. (Ganzjahres Bier)
Telefonische Bestellungen (ausserhalb Bürozeiten!)
Wie trinkt man Dorfgassbier? Am besten gekühlt, und sonst eigentlich nach Belieben. Du kannst das Bier aus der Flasche in einen Becher einschenken, in ein Flütli, in eine Stange, in ein Rugeli oder in ein Grosses. Zwei Flaschen à 50cl kannst Du, nach Bayrischer Art, auch in eine Mass einschenken, um das Mass-Halten zu üben. Du kannst es allein trinken, zu zweit oder auch eine Lokalrunde spendieren. Wenn Du das Auto dabei hast, dann solltest Du nach einigen Dorfgassbieren den Zündschlüssel abgeben. Du kannst ihn am nächsten Tag (samt Auto) wieder abholen. www.dorfgassbier.ch - Glugg-Glugg-Glugg - e Schlugg us Langebrugg.
|
![]() |
||||||
| Weitere Auskünfte über's Dorfgassbier gibt es bei: Daniel Meyer, Braumeister | Dorfgasse 19 | 4438 Langenbruck | Tlf: 062 390 1627 | Eml: braumeister@dorfgassbier.ch | ||||||||